i am currently doing my computer science masters. art, code, systems and signals, photography and textography is some stuff I put my mind into. sometimes i like to dive into shapes and colors, sometimes into coding projects. see for yourself below.
some stuff in the making, meanwhile check out loucisqna
In bella Italia sind die letzten acht Tage schnell an mir vorbei geflogen. Aperol Spritz. La lingua. Pizza. Ein paar Ereignisse möchte ich hier teilen und mich dabei kurz halten. Mitte September, Familie hat mich mit ins Auto gepackt, wodurch ich angenehm per Anhalter von Deutschland gen Milano via Como reisen konnte.
Bepackt mit meinem kleinen Rucksack und meinem Duffel Bag, welche nur die nötigsten Sachen enthielten habe ich mein Auslandssemester im Ostello Bello Grande angetreten. Ich habe zu diesem Zeitpunkt weder Kenntnisse über ein mögliches Zimmer, italienische Sprache oder meine Uni Veranstaltungen. Das macht mir zu diesem Zeitpunkt etwas sorgen, dennoch lebe ich in den chaotischen Tag hinein. Schlafe lange, lasse das Frühstück aus, erledige organisatorisches für meinen Aufenthalt nach den Mittagsstunden und treffe mich Abends mit gleichgesinnten Erasmusstudenten auf einen Aperetivo. Auf Veranstaltung des Erasmus-Student-Network treffe ich Kommilitonen aus allen Himmelsrichtungen. Dänemark, Portugal, Deutschland, Griechenland, Ungard und noch vielen weiteren Regionen. Bei treffen in Parks, einer Stadtführung an einem regnerischen Tag, und einer Fete auf der Dachterrasse des Rinascente, neben dem Duomo, lerne ich viele neue Leute aus ganz Europa kennen. Gleichzeitig scheint mir das Ostello Bello Grande ein sehr beliebter Ort zu sein, hier komme ich in meinem 5-Bettenschlafsaal ebenso mit Leuten aus aller Welt in Kontakt. Uruguay, Brasilen, Britannien und USA.
An einem Arbeitstag gegen ende der letzten Woche treffe ich Antonio in der Küche des Hostels, er lebt in Amerika mit seiner italienische Familie. Das Cinque Terre, ist eines der feinen italienisches Restaurant, dass er mit seiner Familie in Seattle führt. Ich komme mit ihm über die Handballgroßen Porcinis auf seinem Tisch ins Gespräch. Nach unserem kurzen Plausch besteht er darauf dass ich mit ihm Esse. Nach 30 Minuten Kochen, essen wir zusammen mit seinem Freund Francesco Spaghetti mit Steinpilzpfanne begleitet von einem milden Rotwein. Das war bis Dato meine liebste Mittagspause welche ich in meinen Remotearbeitszeiten hatte. Ich erhoffe mir mehr solcher offenherzigen Begegnungen mit italienischem Flair. Mein aktuelles italienisches Lieblingswort habe an der Rezeption im Ostello Bello gelernt. Asciugamano, was zu ‘Handtuch’ übersetzt wird. A dopo e buona notte.
Beginn meines Lebens in Mailand. Piazza Leonardo Da Vinci. Auf einer Bank, im T-Shirt, sitze ich bei doch wärmeren Temperaturen als erwartet. Vor dem Campus der Politecnico di Milano genieße ich mit ein paar Leckereien die Mittagsstunden und Reminiszere über die vergangene Woche. Ich habe vieles Erleben und gelernt. Habe erste Vorlesungen in Biomedical Signal Processing, sowie Privacy and Data Protection besucht. Das studieren auf Englisch fällt mir nicht allzu schwer, obgleich mir doch auch noch ein wenig Wortschatz aus dem Fachbereich fehlt. Italienisch werde ich erst ab Mitte Oktober lernen.
An den Abenden unter der Woche ist immer viel los. Studenten treffen sich in Bars, Parks, Märkten oder bei organisierten Veranstaltungen für Erasmusstudenten. So zum Beispiel das Alcatraz, es ist ein sehr großer Club, vermutlich der größte in dem ich bis jetzt war, in jenem wurde am Freitag gefeiert. Bis 11 Uhr wurde live Musik gespielt gefolgt von einem nahtlosen Übergang zu einem DJ. Zwei Tage zuvor wurde eine Tandem-Night organisiert. Wir waren circa 40 Leute. In Runden von 3 Minuten mussten wir uns im Idealfall auf Italienisch einander Vorstellen. Bei diesem Aperetivo war ein kostenfreies Pastabuffet mit 2 Sorten vorhanden, was anscheinend gar nicht so selten hier in Mailand vor kommt.
Meine zweite Uniwoche muss ich nun leider von Zuhause erleben. Mit starken Halsschmerzen und Kreislaufproblemen liege ich in meinem Bett oder sitze an meinem Schreibtisch. Glücklicherweise bieten alle meine Professoren Onlineübertragung oder Aufzeichnungen der Vorlesung an. Ich versuche mich so schnell wie möglich auszukurieren, da ich noch einiges zu organisieren habe. Haushaltsartikel einkaufen, einen Sportklub suchen und mir so auch einen Wochenplan zu erstellen. Lustigerweise gibt es bei mir um die Ecke einen Lidl und einen dm, so viel neu Orientierung ist also nicht notwendig. Ein passendes Sportstudio für Krafttraining und JiuJitsu muss ich dennoch finden.
In Italien sieht das Lidl-logo folgendermaßen aus, in einer Schildform das bekannte Logo hinterlegt von Grün-Weiß-Rot, mit der Überschrift Italia.
Des Weiteren bin ich nun endlich in meinem Zimmer angekommen. Im 7. Stockwerk direkt an der Kreuzung Via Brunelleschi und Via Giambellino, habe ich ein Einzelzimmer. Im Südwesten der Stadt teile ich mir die Wohnung mit 10 anderen Leuten. Es ist nichts ausgefallenes. In meinem 9 Quadratmeter Zimmer befindet sich ein Schrank, ein Schreibtisch, ein Einzelbett, sowie ein Kühlschrank. Neben meinem Bett gelange ich durch eine Zweiflügelige Fenstertür auf einen Balkon. Von dort aus habe ich Aussicht auf die Häuser der Kreuzung mit den anliegenden Dächer der Stadt. Bei klarem Wetter ist mir ein Blick auf die spitzen der Tambo Gebirgsgruppe im Horizont möglich.
Ebenso blicke ich mit Zuversicht auf die nächsten Wochen und Monate. Ich denke in der Stadt bleibt mir aufgrund der Sprachbarriere noch etwas verborgen. Ich werde es aber Stück für Stück entdecken. Buon Pommeriggio, was soviel heißt wie Schönen Nachmittag.
Seit mehr als einem Monat wohne ich nun in Italien. Die Zeit vergeht schnell, wie ich es erwartet hatte. Unter der Woche bin ich von Vormittags bis Abends in der Uni und höre mir eine Vorlesung an. Ich besuche Veranstaltung aus dem Bereich Künstliche Intelligenz, Datenschutz und medizinische Signalverarbeitung. Dort lerne ich wie man neuronale Netze aus dem Gehirn imitiert, als auch wie man ein EKG-Signal analysiert und aufbereitet. Ebenso erfahre ich wieso man auch beim veröffentlichen von anonymisierten Daten vorsichtig sein muss.
Jede Woche geht einmal zu Ende und da ich etwas Abwechslung brauche habe ich in den letzten Wochen am Wochenende einmal an einem Ausflug nach Monza teilgenommen. Es ist eine kleine Stadt 10 Minuten mit dem Zug von Mailand entfernt. In der Innenstadt findet man schmale Straßen umgeben von niedrig gehaltenen Altbauten. Es erinnert vermutlich mehr an den Süden von Italien. Unsere Tour geht durch das Stadtzentrum über kleine Plätze hin zum Castello Visconteo di Monza, einem Schloss welches mich an ein schlichtes, kleines Versailles erinnert. Am besten gefällt mir jedoch der riesige Garten hinter dem Schloss, in dem unter anderem die weltbekannte Rennstrecke der Formel 1 liegt.
Am vorherigen Wochenende lerne ich eine Italienerin aus Bergamo kennen. Sie führt mich durch die Stadt. Das Zentrum ist unterteilt in die «Città Bassa», der Teil des Zentrums im Tal, sowie die höher gelegene «Città Alta», welche ich hauptsächlich sehe. Wir haben Sie mit einer Bergbahn ähnlich der in Karlsruhe vom Tal aus erreicht. Oben angekommen sehe ich eine schöne Altstadt mit gepflasterten und teils steil ansteigenden Gassen. Mit Foccacia und Pizza genießen wir die Aussicht. Berge die sich sanft von nebelartigen Wolken umworben absenken und eins mit dem Tal werden. Für drei Euro in einer Stunde mit dem Bus von Mailand aus erreichbar, kann ich diesen Ausflug wärmstens empfehlen.
Das Ausflugsziel für den Sonnabend dieses Wochenendenende ist Busto Arsizio. Davor nehme ich aber am Donnerstag noch an einem gemeinsamen Dinner mit den anderen Erasmusianern teil, es steht Lasagne auf dem Speiseplan.
Bis dahin werde ich mir abends noch weiter mein Essen vorkochen um am nächsten Mittag mit meinen Kommilitonen zusammen zu essen. Abends steht meist mein Italienischkurs und anschließend Sport an.
Ab und zu spreche ich auch etwas italienisch, da mein Wortschatz aber noch nicht so ausgeprägt ist, ist mein wahrscheinlich meist verwendetes Wort ‘Questo’ was soviel bedeutet wie: dieses.
Bis zum nächsten mal, alla prossima!
7:00 Uhr – Irgendwo in Süddeutschland, mit etwas schlaf noch in unserem Gesicht aber leicht erheitert steigen wir in den ICE nach Norden. Wir haben uns schon seit ein paar Wochen auf unsere Urlaubsreise gefreut. Etwas später als gedacht kommen wir um 10:30 am Flughafen in Düsseldorf an. Alles läuft nach Plan, noch. Nach der Gepäckabgabe finden wir unseren Weg durch den Flughafen an das Terminal B77. Für ein Espresso mit Pain au Chocolat gab es auch noch etwas Zeit.
Im Flugzeug sind wir umgeben von einem ängstlichen Hund, sowie zwei quasselnden Geschäftsleuten hinter uns und einem Säugling links vor uns. Ich stelle mich auf ein paar stressigere Flugstunden ein, dennoch bleibt die stimmung entspannt.
Der Flug kommt mit einer kleinen Mahlzeit und ein paar leseminuten, in denen ich von dem anstarrenden Baby unterbrochen werde schnell zum seinem Ende. Hoch oben, 20 Minuten vor Athen fangen die ersten Turbulenzen an, ein leichter ruck nach links, zack nach rechts unten, mit einem kleinen stoß als ob wir schon auf der Landebahn aufgesetzt hätten. Das Anschnallsignal leuchtet. Vom Gang aus sehe ich wie der Regen an den Fenstern seine streifen zieht. Um uns herum werden die Wolken dunkler und der Regen etwas stärker. Keine Durchsage, aber wir sind uns einig von einem Gewitter umgeben zu sein. Das Deckenlicht fällt aus und geht wieder an. Wir sitzen leicht angespannt, angeschnallt in unseren sitzen. Die Crew ist auch schon auf ihren sitzen. Landebereit. Ungefähr 10 Minuten noch bis das Flugzeug den Boden berührt. Ruhe bestimmt die nächsten Minuten, die Flügel liegen sanft in der Luft, unbeeindruckt von den äußeren Einflüssen. Die Atmosphäre in der Kabine entspannt sich. Federleicht löse ich mich aus dem Sitz, es zieht ein kribbeln durch meinen Körper, bis ich merke dass das ganze Flugzeug fällt. Eine, zwei, dann drei Sekunden. Ein starker geräuschvoller Aufprall der die Turbulenzen entsprechend dem Wetter um uns herum für den restlichen Flug einleitet. Schließlich schafft der Pilot die Maschine heile aus der Luft und damit auch uns den Druck von der Brust.
Athen genäßt vom Regenwetter. 16:45 Uhr. Der Flughafen bietet uns ein kleines Angebot an Cafés, Shopping und Sitzmöglichkeiten. Diese nutzen wir um unsere Wartezeit zu überbrücken. Stunden und Stunden sitzen wir, wir essen, wir reden… bekommen eine Broadcast Warnmeldung auf unser Handy, welche auf Grund des starken Unwetters vom verlassen des Hauses abrät. Weiterflug um 21:00 Uhr nach Mytilene, doch stündlich verschiebt das Unwetter den Abflug nach hinten. Blitze jagen sich, im Busshuttle auf dem weg zum Flugzeug, erhellen den Himmel alle paar Momente. 30 Minuten sitzen wir im Flugzeug bis das Wetter um Mitternacht die Bedingungen für einen sicheren Start bietet.
Auf Lesvos bei angenehmen 20 grad werden wir empfangen. Mit einem Mietwagen fahren wir noch eine knappe Stunde nach Filia. Warmweiße Straßenlaternen werfen ein dimmes Licht auf die Straße. Die Straße, die sich durch kleine Ortschaften zieht, getrennt von längeren Abschnitten, welche durch Olivenhaine, die Mandelbäume und dürren Büsche der Insel geprägt sind. Im dunklen lässt sich die Küste mit ihrem tiefen Meer und den heranwachsenden Felsen erahnen. Ola Kala – Alles ist gut. Mit dem Fenster auf halber höhe zieht ein lauwarmer Fahrtwind in mein Gesicht. Ich rieche ein süßen Duft der sich in seiner Note mit Wildkräutern wechselt. Meine Augenlider rollen herunter und ich falle sanft, Stück für Stück in den Schlaf. Kalinichta.






